GH2 Slovakiaring 2026

Der zweite GH-Moto CUP Termin 2026 führte uns in die Slowakei, genauer gesagt an den Slovakiaring. Die Rennstrecke östlich von Bratislava ist bekanntermaßen die schnellste im Kalender, aber mit den 4 Kuppen und diversen Kurvenkombinationen auch eine der anspruchsvollsten. 1000PS war wie immer am Donnerstag und Freitag vor dem GH-Termin am Slov, somit auch viele bekannte Gesichter der GH-Familie, die diese Tage zum Trainieren nutzten. Unter perfekten Wetterbedingungen wurde die zwei Tage ordentlich am Gas gedreht. Der Blick Freitagabend in die Wetter App zeigte, das auch für das Wochenende sonnig und mit maximal 26 Grad perfekte Bedingungen für das Rennwochenende vorhergesagt wurden. Und auch wenn Samstagvormittag rund um die Rennstrecke schwarze Wolken aufzogen blieb es über den Slovakiaring stets trocken.

Endurance

Den Anfang machte, wie immer, das Langstreckenrennen Samstagabend, das pünktlich um 16:00 Uhr gestartet wurde. Die zweieinhalb Stunden verlangten alles von den Piloten, danach gab es die legendäre Familienrunde, bei der alles vom 1000er Racebike bis zum Kinder-E-Sscooter eine gemeinsame Runde über den Slovakiaring fährt. Und die Kesselwurstparty inklusive Freibier powerd by Urli`s Karosserie zum Schluss machten all die Anstrengung und Schweiß schnell wieder vergessen. Nicht vergessen sind die Sieger des Endurance Race:

In der Klasse Superbike gewann DWX Racing vor Team BF Endurance und Vogl Racing. Auf Platz 4 liefen Aprilia Austria ins Ziel, gefolgt von Cojote Tacing Team auf Platz 5.

Der Sieg in der Klasse Supersport ging an Turbopower Racing Team, Platz 2 an Urli`s Race Team, der dritte Platz an WRM Racing. Neben dem Podest standen Furzel Racing Team auf Platz 4, auf Platz 5 HoSuKa Racing 2.

Moto Masters Austria Supersport

Bei GH-Moto rotieren die Startzeiten, das heißt, die Klasse, die beim letzten Termin den Rennsonntag eröffnete, startete bei diesem Termin am Schluss. Das bedeutet für den Slovakiaring Termin die Superbikes starteten als letztes, und für die Klasse Moto Masters Austria Supersport wurde die Boxengasse pünktlich um 13:30 geöffnet. Diese Saison schreibe ich nicht nur den Recap, ich sitze auch wieder im Sattel meiner alten R6 und werde in der Supersport am Start stehen. Nachdem am Pann für mich am Freitag das Comeback auf Grund eines Motorschadens schon wieder zu Ende war habe ich es am Slovakiaring bis in die Startaufstellung geschafft. Die ersten beiden Runden konnte ich gleich eine kleine Lücke auf Michael Ranak rausfahren. Obwohl Michael sogar einen Tick schneller war als ich, konnte ich den Vorsprung verwalten und gewann vor Ranak, auf Platz drei folgte Dirk Gassinger. Platz 4 ging Attila Hazi vor Kevin Beukes.

Aprilia Superbike Pro & Aprilia Superbike

Danach wurden die V4s aus Noale losgelassen, und schon die Startaufstellung ließ vermuten, dass es ein spannendes Rennen wird. Auf Pole Position stand Stefan Gut, Auf Platz 2 Stefan Eisserer, dahinter auf Platz 3 Dietmar Kempf. Die 3 trennte im Qualifying weniger als 0,6 Sekunden. Auf Platz 4 stand Max Eisserer, der anscheinend im Qualifying die Karten noch nicht aufgedeckt hatte. Ihm fehlten auf die Pole Position fast 2 Sekunden. Gut und Eisserer Stefan verschliefen beide den Start als die Ampel ausging und Eisserer Max vom Platz 4 übernahm gleich die Führung.

Gut Stefan konnte sich jedoch während des Rennens wieder in Führung setzen und nach 8 Runden das Rennen und die Wertung der Klasse Aprilia Superbike Pro gewinnen. Eisserer Max konnte im Rennen noch zulegen und fuhr jetzt im Rennen dieselben Zeiten wie Gut und Eisserer Stefan und verteidigte den zweiten Platz vor Stefan Eisserer seinem älteren Bruder. Der Zieleinlauf war denkbar knapp und die 3 trennte jeweils nur eine Sekunde. Kempf konnte seinen vierten Platz vor Peter 2.0 behaupten.

In der Klasse Aprilia Superbikes gewann Matej Vucanovic vor Harald Brandstetter und Patrick Brandt fuhr als Dritter aufs Podest. Christian Domes belegte Platz 4.

Flying Rider Cup / Pace Rider Cup

Als nächstes standen die Flying und Pace Rider am Start. Bei den Flying Rider konnte Thomas Ebner seine Position in einen ungefährdeten Sieg umsetzen. Auch Kurt Schiefermair konnte seinen zweiten Platz behaupten und fuhr ungefährdet aufs Podium. Platz 3 ging an Adrian Rohmann. Andreas Spitzenstätter belegte Platz 4 vor Stephan Rittner.

Bei den Pace Ridern ging es viel enger zu und es war bis zum Schluss spannend, wer sich den mittleren Platz auf dem Podest sichern wird. In der Klasse SBK konnte sich Walter Blahna zum Schluss durchsetzen und gewann mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor Martin Wöhrenschimmel alias Captain Langbart. Platz 3 ging an Christian Frauscher. Jürgen Bauer belegte den vierten Platz vor Grzegorz auf Platz 5.

In der Klasse Supersport gewann Dominik Lang vor Nina Vogel und Thomas Geßwanger. Dahinter folgten Christoph Schillinger vor Helmut Huemer.

Smart Rider Cup

Den Smart Rider Cup SBK gewann Walter Rauch vor Jozef Matovic, Platz 3 ging an Thomas Pichler. Manfred Schuhmann erhielt den Pokal für den vierten Platz gefolgt von Erhard Denk auf Platz 5.

Die Klasse Supersport gewann Rene Bock vor Thomas Berger und Jannick Stieglitz auf Platz 3. Platz 4 ging an Mathias König vor Markus Fassl auf Platz 5.

Moto Masters Austria Superbike

Den Abschluss machten dieses Wochenende die Superbikes. Die Piloten kämpfen auf ihren über 200 PS starken Motorrädern über 10 Runden in dieser sehr stark besetzten Klasse auf höchstem Niveau. Hier wird jeder Fehler sofort bestraft, die Meisterschaft gewinnt derjenige, der keinen oder die wenigsten Fehler machen wird. Martin Ulrich, ein Gaststarter sicherte sich die Pole Position, Michael Huber, der den Auftakt am Pannoniaring gewinnen konnte, fehlten im Qualifying über eine Sekunde auf Ulrich. Beim Start konnte Ulrich sich gleich durchsetzen und machte klar, dass der Sieg heute nur über ihn führen würde. Huber hatte nichts entgegenzusetzen und ließ Ulrich ziehen. Gegen Ende des Rennens musste Ullrich seinen großen Vorsprung nur noch verwalten, jedoch in der letzten Runde wurde es doch nochmal eng. Der Motor seiner Ducati begann zu stottern, er schafft es noch über die Linie und gewann das Rennen. Dann blieb die Ducati ohne Sprit liegen. Solche Fehler können entscheidend sein, diesmal hatte er zum Glück keine Auswirkungen.

Huber belegte ungefährdet den zweiten Platz, Platz 3 ging an Thomas Weinhara, der das Qualifying verwachst hatte aber im Rennen zur Höchstform auflief. Platz 4 ging an Memet Yarar, der fünfte Platz Andreas Vogl.

Auch diesmal am Slovakiaring gab es von allem etwas. Es gab schönes Wetter, eine gute Zeit auf der Strecke, spannende Rennen, gutes Essen und eine ausgelassene Stimmung unter Freunden. Brünn, die legendäre MotoGP Strecke, steht als nächstes am Kalender und für viele ist die neu asphaltierte Rennstrecke das Highlight der Saison.

Bis dahin eine gute Zeit und rechts ist das Gas, euer Chris H.

Go back