Der dritte GH-MOTO Termin brachte uns auf die legendäre MotoGP Strecke nach Brünn. Da genau an diesem WE die Hitzewelle ihren Höhepunkt erreichte, war die gute Nachricht: Es wird trocken bleiben und die Regenreifen können zu Hause bleiben. Auch klar war, es wird warm werden, Mensch und Maschine werden bis an ihre Grenzen kommen und auch darüber. Temperaturen bis 40 Grad sorgten einerseits für Urlaubs- und Strandfeeling im Fahrerlager, anderseits kannte der Einfallsreichtum, um Material und Fahrer zu kühlen, keine Grenzen. Die Frage, wer von den Beiden mehr von der Kühlung hatte, können uns nur die Beteiligten beatworten…
Eines noch vorweg, ganz großes Kompliment an die Biker der GH-MOTO Familie, trotz der Hitze und Asphalttemperaturen weit über 60 Grad, die Messanlage in Brünn hat ihren Dienst quittiert (ob die Temperaturen daran schuld tragen?) gab es nur ganz, ganz wenig Stürze und keine Verletzungen. Das ist bei diesen Bedienungen alles andere als selbstverständlich und spricht für die Fahrer und wie sehr sie ihren Sport ernst nehmen und sich darauf vorbereiten.
Am Samstagabend standen trotz der Temperaturen fast 50 Teams am Start, doch die Hitze forderte ihre Opfer, so kamen nicht alle ins Ziel. Motorräder überhitzen und Fahrer mussten vorzeitig aufgeben, aber es gab keinen einzigen Sturz über die gesamten zwei Stunden!!! Deshalb nochmals Applaus an die, die bis zum Schluss durchgehalten haben und ins Ziel kamen.
In der Klasse Open tobte bis zum Schluss ein Kampf um den Sieg, die ersten Fünf waren bis zum Schluss innerhalb 50 Sekunden, kein Team durfte sich einen Fehler in den zwei Stunden leisten. Es gewann das Team BF-Endurance Racing, gefolgt von Brillant – Racing Team, die sich mit dieser Platzierung den dritten Platz in der Gesamtwertung sichern konnten. Platz drei ging an TEAM Bavaria, Platz vier an DWX Racing vor aprilia austria #9 auf Platz 5. In der Gesamtwertung sind aprilia austria #9 punktegleich mit DWX Racing. Brillant-Racing Team liegt auf Platz drei auf der Lauer.
In der Klasse Limited gewann Team MischMasch vor den flotten Holzwürmern und WRM Racing. Den vierten Platz verteidigte Turbopower vor Team W. In der Gesamtwertung führt momentan WRM Racing vor Turbopower und Urli´s Racingteam. Die ersten drei Teams sind nur durch 10 Punkte getrennt, daher ist da noch alles offen.
Das war sicherlich eines der härtesten Endurance-Rennen in der jüngeren GH Geschichte, aber die Mühen wurden belohnt, am Abend gab es Grillhenderl powered by HF-Tyres und Freibier, gesponsert von GH-MOTO. So klang der Samstagabend in geselliger Stimmung aus, die Strapazen waren vergessen und alles war angerichtet für einen spannenden Rennsonntag.
Den Anfang am Sonntag machte diesmal der Markenpokal mit den V4-Bikes aus Noale. Born in Italy, somit das perfekte Wetter für die Aprilias. Silhengst Hermann sicherte sich die Pole, auf Platz zwei stand Eisserer Stefan, auf Platz drei sein Bruder Max. Von P4 startete Gut Stefan, alle vier trennten im Qualifying weniger als 0,7 Sekunden! Somit war klar, das Rennen über acht Runden wird nicht einfach. Im Rennen konnte sich Gut etwas absetzen, Eisserer Max folgte ihm jedoch wie ein Schatten, der Abstand war immer unter einer halben Sekunde. In der letzten Runde nahm sich Max Eisserer ein Herz und überholte Gut Stefan in der Schikane nach den Gegengeraden. Somit gewann Max die Aprilia Superbike Pro Wertung vor Gut. Polemann Silhengst fuhr mit P3 auch aufs Stockerl, Platz vier ging an Eisserer Max, Platz fünf an Dietmar Kempf.
In der Klasse Aprilia Superbike gewann Schuster Siegfried vor Harald Brandstetter.
In der Gesamtwertung konnte Max Eisserer die Führung auf Gut ausbauen, auf Platz drei liegt nach diesem Rennen Michael Kirsch.
Als nächstes waren die Flying + Pace-Rider Cup am Start. Die Pole sicherte sich Ebner Tom vor Wally und Schiefermair. Gestartet wurde, wie üblich, fliegend, Ebner konnte seine Führung behaupten und gewann das Rennen. Dahinter blieb es zwischen Wally und Schiefermair spannend, Schiefermair konnte sich durchsetzen und sicherte sich Platz zwei vor Wally um 0,3 Sekunden. Aicher Chris belegte Platz vier vor Rohmann Adrian auf Platz fünf.
In der Gesamtwertung führt zur Cuphalbzeit Schiefermair vor Ebner und Rohmann.
In der Klasse Pace-Rider SBK war es bis zum Schluss offen, wer das Rennen gewinnt. Die erste Drei trennten im Ziel weniger als eine Sekunde. Schmitzberger konnte sich durchsetzen und gewann vor Bauer und Wöhrenschimmel, P4 ging an Fellinger vor Rittner, auch die beiden trennte nicht mehr als 0,2 Sekunden.
In der Gesamtwertung führt Blahna Walter vor Wöhrenschimmel Martin und Frauscher.
In der Klasse Pace Rider SSP gewann Bürtlmair vor Weber auf P2 und Zethofer auf P3. Vogel Nina konnte Platz vier vor Loiperdinger ins Ziel bringen.
Nach dem dritten Rennen führt Lang vor Vogel, Schillinger belegt zur Halbzeit Platz drei.
Danach starteten die Smart Rider, die Wertung der SBK konnte Rauch vor Grossmann gewinnen, Platz 3 ging an Auer vor Heimberger auf P4
Nach drei Rennen führt hier Rauch vor Denk und Pichler.
Die SSP gewann Stieglitz vor Uzundal, den dritten Platz am Podest erklomm Aschbichler. Fassl Markus fuhr auf P4 vor Bretterecker.
Zwischenstand in der SSP: Fassl führt, gefolgt von Bretterecker und Stieglitz, beide punktegleich auf P2 und P3.
Das vorletzte Rennen am Sonntag war diesmal Moto Master Austria SBK. Das Rennen geht über zehn Runden, bei Temperaturen knapp unter 40 Grad können diese sehr lange werden. Bis jetzt waren sich die ersten Drei der Meisterschaft immer einig, Huber gewann die ersten beiden Rennen vor Weinhara und Yarar. Auch in Brünn wurde untereinander nicht gekämpft, die drei fuhren wieder in der Reihenfolge durchs Ziel. Somit gewann Huber 9 Sekunden vor Weinhara, dieser wieder 9 Sekunden vor Yarar. Platz vier ging an Vogl vor Pletzer auf P5.
Den Abschluss machte die Supersportler der Moto Masters Austria. Hier sicherte sich Andi Wohlmuth die Pole, keine zwei Zehntel dahinter, der ehemalige Endurance WM Fahrer Christopher Kemmer auf der chinesischen QJ Motor SRK800 RC. Kemmer fuhr das Rennen nicht zu Ende, somit gewann Wohlmuth, Platz zwei ging an Grassinger vor Cermak auf P3. Den vierten Platz konnte ich ins Ziel bringen, Platz fünf belegte Aigner.
Somit führt Wohlmuth vor mir, Reitzer belegt momentan Platz drei in der Gesamtwertung.
Die halbe Saison ist schon verstrichen, auch Brünn hat nicht enttäuscht. Es ist uns immer wieder eine Ehre auf der legendären MotoGP Strecke zu fahren, dieses Jahr waren unsere Helden eine Woche vor uns in Brünn. Man konnte überall noch die Spuren sehen, sowohl auf der Strecke, lange schwarze Striche sehen, und in der Box, hier waren noch die Markierungen für die Bikes beim Bike Swap aufgemalt und aufgeklebt. So hat der eine oder andere ein Souvenir ergattert, man munkelt, einige Aprilia Fahrer erfreuten sich besonders an den Aufklebern von Bezzecchi und Co. Auch diesmal war der Spaß den Fahrern anzusehen, die Rennen spannend und Stimmung perfekt in der GH-Familie.
Am 18. und 19. Juli steht Pannonia Ring am Programm, bis dahin eine gute Zeit und rechts ist das Gas, euer Chris H.